Was gibt es bei dem Heckenschnitt im Herbst zu beachten?

Hecken sind nicht nur perfekt, um den Garten zu untergliedern, auch als Sichtschutz sind sie eine gute Wahl – vorausgesetzt, sie wachsen schön dicht und bleiben gut in Form. Der Herbst ist die richtige Zeit, um die Hecke zu beschneiden und in Form zu bringen.

DerHeckenschnitt darf allerdings nur im Herbst oder Winter außerhalb der Brutzeit der Vögel erfolgen – am besten zwischen Oktober und Anfang November. Formschnitte sind hingegen das ganze Jahr über erlaubt.

Der Heckenschnitt bei unterschiedlichen Hecken

Je schneller eine Hecke wächst, desto öfter muss man zurHeckenschere greifen. Mit schnell wachsenden Gehölzen wie Kirschlorbeer, Scheinzypressen oder Hainbuchen ist der Nachbar zwar schnell außer Sicht, dafür aber steht mindestens zweimal im Jahr ein Heckenschnitt an, und es gibt viel Grünschnitt zu entsorgen.

Entspannter geht es da mit einer Eibenhecke zu. Sie wächst jung schneller und im Alter langsamer. Außerdem kann sie – im Gegensatz zu allen anderen Nadelgehölzen – bis tief ins alte Holz zurückgeschnitten werden, ohne hässliche kahle Stellen zu bekommen. Und sie verträgt sowohl volle Sonne als auch Schatten. Ihr Nachteil ist allerdings, dass fast alle Pflanzenteile stark giftig sind.

Hecken richtig schneiden

Beim Schneiden sollte man darauf zielen, dass Hecken im unteren Bereich breiter werden als im oberen. So bekommen auch die bodennahen Triebe genug Licht und verkahlen nicht. Zugleich vermindert dieser Aufbau die Belastung der Zweige bei starkem Schneefall. Bevor die Hecken in Form gebracht werden, müssen aber erst noch alle kranken und abgestorbenen Zweige entfernt werden. Hat eine Hecke mit den Jahren ihre gewünschte Höhe erreicht, erhält sie einen Reduktionsschnitt.

Hierbei werden schwache, alte und trockene Triebe entfernt und bei Bedarf die kräftigsten Stämme ca. 30 cm über dem Erdboden gekappt. Je nach Art der Hecke macht man dies alle fünf bis sieben Jahre. Nadelhölzer wie Scheinzypresse, Lärche und Thuja vertragen diese Schnittform allerdings nicht.

Was gibt es bei dem Heckenschnitt im Herbst zu beachten?

Geeignetes Werkzeug für den Heckenschnitt und weitere Gehölzschnitte

Für den Gehölzschnitt sollte man nur hochwertige und geschärfteScheren und Sägen verwenden. Sie garantieren einen sauberen Schnitt, der die Zweige nicht quetscht. So entstehen glatte, gut heilende Wundränder. Dünne Zweige entfernt man mit einer normalenGartenschere. Beim Kappen dickerer Äste ist eineRatschenschere ideal. Durch einen speziellen Mechanismus bleibt ihre Klinge im Holz, wenn die Griffe losgelassen werden. So kann man die Schere mehrere Male ohne hohen Kraftaufwand zudrücken, um den Ast zu durchtrennen.

Bei dichter gewachsenem Gehölz wie Hecken empfiehlt sich der Einsatz einerHeckenschere. Wer hohe Bäume in seinem Garten hat und keine Leiter benutzen möchte, kann stattdessen mitAstscheren,Baumsägen mit Seilzug oder Hochentaster einen guten Schnitt machen.