Fellpflege für Vierbeiner: Pflegetipps für Hunde mit langem Fell

Im Gegensatz zu Katzen sind Hunde viel weniger darauf bedacht, ihr Fell regelmäßig zu pflegen. Doch gerade langhaarige Hunderassen wie Old English Sheepdog oder Bobtail bedürfen einer regelmäßigen und intensiven Fellpflege, ansonsten wird ihr Fell schnell unansehnlich und verfilzt zusehends. Hier erfahren Sie, wie viel Pflege das Fell ihres Hundes unterschiedlicher Langhaarrassen benötigt, wie häufig die Tiere gebadet und zum Hundefriseur gebracht werden sollten und welche Hilfsmittel dabei unerlässlich sind.

Langhaarige Hunderassen sind bei der Fellpflege unterschiedlich anspruchsvoll

Langhaarige Hunderassen kann man nicht über einen Kamm scheren, wenn es darum geht, wie viel Zeit und Einsatz bei den Tieren für die Fellpflege aufgewendet werden muss. Zu den pflegeleichtesten Langhaarrassen zählen vor allem Spitz, Collie und der belgische Schäferhund. Bei diesen Hunden ist es ausreichend, wenn ihr Fell mehrmals pro Woche gründlich durchgebürstet und anschließend gekämmt wird. Anders liegt der Fall bei Rassen wie dem Old English Sheepdog oder dem Briand. Ihr Fell ist deutlich dichter als bei den vorgenannten Hunderassen und verfilzt folglich wesentlich schneller.

Noch schwieriger zu pflegen sind langhaarige Hunde, deren Fell viel Unterwolle aufweist. Zu diesen Hunderassen zählen insbesondere Chow-Chows, Neufundländer und in besonderem Maße der Bobtail. Ihr Fell sollte nach Möglichkeit einmal pro Tag mit Bürste und Kamm bearbeitet werden. Wenn dies aus zeitlichen Gründen nicht möglich ist, empfiehlt es sich, zumindest kritische Fellpassagen wie Kopf, Pfoten, Achseln und die Haare im Genitalbereich täglich zu bürsten.

Baden und Besuche beim Hundefriseur: Ergänzende Maßnahmen zur Fellpflege

Ein kurzes Bad empfiehlt sich für langhaarige Hunde immer nur dann, wenn das Fell des Tieres extrem verschmutzt ist, sprich sich der Hund beispielsweise im Dreck oder in einer Pfütze gewälzt hat. Hierbei sollten Sie jedoch unbedingt darauf achten, dass Sie ausschließlich für Hunde geeigneteShampoos verwenden.

Auf diese Weise verhindern Sie, dass die empfindliche Haut Ihres Hundes unnötig gereizt wird. Während Baden nur im Fall besonderer Verschmutzungen von Nöten ist, ist es wichtig, dass langhaarige Hunderassen auch einmal pro Jahr zum Friseur gebracht werden. Der Hundefriseur kümmert sich nicht nur um die Fellpflege bei Ihrem Hund, sondern auch um die Pflege seiner Ohren, Pfoten und Krallen.

Geeignete Hilfsmittel für die Fellpflege langhaariger Hunderassen

Damit die Fellpflege gründlich und doch schonend von der Hand gehen kann, benötigen Sie eine Grundausstattung an geeigneten Hilfsmitteln. Für das Kämmen und Bürsten des Fells empfiehlt sich die Verwendung vonBürsten und Kämmen, die aus ummantelten Drahtborsten oder Naturborsten gefertigt wurden.

Dagegen sollten Sie auf Bürsten mit Kunststoffborsten oder Plastikkämme besser verzichten, da sie unter Umständen bei der Fellpflege für unangenehme elektrostatische Aufladungen sorgen können. Damit auch die Haare im Bereich der Achseln und der Pfoten des Hundes gekürzt werden können, sollten Sie sich darüber hinaus noch eine Fellschere anschaffen.

Bei Rassen mit sehr dichtem Unterfell ist zudem die Anschaffung einer Entfilzungsharke und einer speziellen Unterwollbürste zu empfehlen. Beide Hilfsmittel entfernen Verfilzungen im Bereich des Unterfells und sorgen dafür, dass das Fell nach der Behandlung wieder glänzt.

Kompakte Pflegetipps für Hunde mit langem Fell

Da Feuchtigkeit nicht gut für das Fell Ihres Hundes ist, sollten Sie nach dem Trinken immer den Bart des Tieres vorsichtig abtrocknen. Im Winter schützen Sie das Fell Ihres Hundes vor Nässe durch das Einmassieren einer kleinen Menge Fettcreme.

Beim Kämmen und Bürsten des Hundes sollte sein Fell immer Haarwuchsrichtig gepflegt werden. Auf diese Weise wird das empfindliche Muskelgewebe unter der Haut des Hundes nicht gereizt.

Besonders das Fell der Ohren neigt stark zum Verfilzen: Entfernen Sie Haare aus dem inneren Ohr am besten vorsichtig mit einer Drahtbürste. Um Verfilzungen am Körper zu entfernen, teilen Sie das Körperfell am besten in Strähnen und entfernen Sie dann Stück für Stück mit einem feinzackigen Kamm die Verfilzungen.