Ein Hochbeet selbst anlegen - So funktioniert´s

Früher wurden sie noch als „Beete für alte Menschen“ belächelt, doch heute liegen Hochbeete absolut im Trend. Kein Wunder, denn diese Beetform bietet für Gartenliebhaber zahlreiche Vorteile und kann ohne großen Aufwand selbst angelegt werden. Was es hierbei zu beachten gibt und welchen Nutzen Hochbeete bieten, erfahren Sie hier.

Hochbeete bieten zahlreiche Vorteile

Ein wesentlicher Pluspunkt von Hochbeeten fällt bereits auf den ersten Blick ins Auge: Durch ihre Höhe von mindestens 80 Zentimetern können sie besonders leicht und rückenschonend gepflegt werden. Doch ihre Höhe bietet noch einen weiteren entscheidenden Vorteil: Während gerade im Frühjahr und Herbst in herkömmlichen Flachbeeten aufgrund von niedrigen Bodentemperaturen an Gemüseanbau kaum zu denken ist, werden während dieser Zeit die oberen Bodenschichten im Hochbeet von der Sonne deutlich schneller erwärmt. Dadurch können Sie die Anbausaison für Ihr Gemüse um mehrere Wochen verlängern und gleichzeitig deutlich höhere Ernteerträge erzielen.

In Bezug auf die Bodenqualität bieten Hochbeete einen weiteren Pluspunkt: Während Sie bei Flachbeeten in starkem Maße von der vorherrschenden Qualität des Bodens vor Ort abhängig sind, eröffnet Ihnen das Schichtsystem des Hochbeetes die Möglichkeit, die Bodenbeschaffenheit nach Ihren individuellen Bedürfnissen zu optimieren. Ähnlich flexibel sind Sie auch bei der Wahl eines geeigneten Standortes für Ihr Hochbeet: Da diese Beetform relativ wenig Platz benötigt, können Hochbeete nicht nur im Garten, sondern auch auf einer Terrasse oder auf einem großzügig geschnittenen Balkon angelegt werden.

So legen Sie ein Hochbeet Schritt für Schritt an

Aufbau und Vorbereitung

Wer die Rahmenkonstruktion für sein Hochbeet nicht selber bauen möchte, greift am besten auf einen montagefertigen Bausatz zurück, der im Raiffeisen-Markt erworben werden kann. Die Bausatz-Hochbeete bestehen zumeist aus Kunststoff und können mithilfe einfacher Steckverbindungen ohne großen Zeitaufwand selbst aufgebaut werden.

Wenn Sie dagegen ein Hochbeet aus Holzpalisaden bauen möchten, sollten Sie die Innenwände mit Teichfolie auskleiden und ein verzinktes Kaninchengitter im Bereich des Bodens befestigen. Durch die Folie schützen Sie das Holz effektiv vor dem Verrotten, während das Gitter das Eindringen von Wühlmäusen und anderen Schädlingen verhindert. Ihr Raiffeisen-Markt bietet Ihnen verschiedene Modelle an.

Ein Hochbeet selbst anlegen - So funktioniert´s

Die richtige Schichtung ist entscheidend

Für ein üppiges Pflanzenwachstum und gute Ernteerträge ist der richtige Erdaufbau im Hochbeet von entscheidender Bedeutung: In seinem Inneren besteht ein Hochbeet aus einer schichtweise aufgebauten Mischung aus Laub, Blumenerden, Baumschnitt und Kompost. Bedingt durch die Verrottung dieser organischen Bestandteile entstehen nährstoffreicher Humus und Wärme, die einen positiven Einfluss auf das Pflanzenwachstum haben und die Erntesaison entscheidend verlängern.

Tipp: Bei der Anlage eines Hochbeets sollten Sie die Mengen, die zum Auffüllen der einzelnen Schicht benötigt werden, nicht unterschätzen. Folglich ist es empfehlenswert, anfallenden Baumschnitt sowie Gartenabfälle und Kompost rechtzeitig für die spätere Schichtung zu sammeln. Da diese Grünabfälle vorwiegend im Herbst anfallen, eignet sich die Zeit zwischen September und November somit besonderes gut für das Anlegen eines Hochbeets.