Eier aus dem eigenen Garten – richtige Hühnerhaltung

Vor fünfzig Jahren scharrten beinahe in jedem Garten ein paar Hühner. Heute sieht man sie meistens nur noch im Zoo oder in Museumsdörfern. Doch immer mehr Menschen interessieren sich wieder dafür, Hühner zu halten. So wissen sie, dass sie artgerecht untergebracht sind und wo die Eier herkommen. Ein Grund dafür, dass Hobbyfarming, die Mini-Landwirtschaft hinter dem Haus, ständig beliebter wird. Denn auch Enten, Gänse und Kaninchen ziehen verstärkt in die Gärten ein. Vielen Besitzern geht es dabei nicht nur um die Selbstversorger-Idee, sondern auch um den engen Kontakt zu den Tieren.

Ausreichend Auslauf für die Hühner

Die Haltung von Hühnern ist recht unkompliziert: Frisches Wasser, Körnerfutter, Grünfutter und Obst, regelmäßig Stall und Auslauf reinigen. Für die Unterbringung gibt es fertige Hühnerhäuser, die bereits komplett mit Sitzstange, Legenest und Kot-Brett ausgestattet sind. Ein Hahn bringt zwar mehr Disziplin in die Hühnerschar, doch kann man problemlos auf ihn und seinen Weckalarm verzichten.

Die Hennen legen auch ohne ihn ihre Eier. Allerdings lieben sie Geselligkeit, deshalb sollte man sie nicht einzeln halten. Um eine vierköpfige Familie mit Eiern zu versorgen, braucht man zwei bis sechs Hühner. Sie benötigen natürlich ausreichend Platz: Pro Tier sollten es idealerweise mindestens ca. ein Quadratmeter Stallfläche und 20 bis 30 Quadratmeter Auslauf sein. Hält man Zwerghühner, verringert sich der Platzbedarf um etwa ein Drittel.

Für Anfänger empfehlen sich einfach zu pflegende Hybridhühner und robuste Rassen wie Sussex, Plymouth Rocks, Vorwerk, Bielefelder Kennhuhn oder Zwerg-Cochins. Aber auch selten gewordene heimische Landrassen wie der Deutsche Sperber sind geeignet.

Die lebhaften und recht zutraulichen Tiere sind fleißige Eierleger und kaum flugtüchtig. Wer sich für sie entscheidet, unterstützt zugleich eine massiv vom Aussterben bedrohte alte Haustierrasse.