Die eigenen Wände richtig streichen

Mit dem Frühjahr kommt auch die Zeit der Wohnungsrenovierungen. Die eigenen vier Wände sollen in frischen Farben erstrahlen und das Wohnungsambiente der eigenen Aufbruchstimmung anpassen. Ein Anstrich mit Dispersionsfarben ist das Mittel der Wahl.

Qualitätsfarben beim Streichen wählen

Wie viele Farbpigmente und wie hochwertig die Additive in der Farbe sind, entscheidet darüber, ob man eine gute oder eine schlechte Dispersionsfarbe im Eimer hat. Da während einer Renovierung die Zeit in aller Regel knapp bemessen ist, kauft man am besten eine Qualitätsfarbe. Dann muss man am Ende nicht zwei oder dreimal streichen. Im Endeffekt ist das oft auch günstiger.

Welches Weiß?

Schlichtes Weiß eignet sich hervorragend als Wohnfarbe. Die Wirkung ist ruhig, harmonisch und vor allem hell. Und natürlich ist Weiß neutral zu allen farblichen Akzenten, die man durch Möbel, Bilder oder Deko setzen möchte. Neben dem Standardweiß gibt es auch abgetönte Variationen, die gerade im Wohnbereich sehr schön wirken können. Leicht abgetöntes Weiß deckt auch besser. Nehmen Sie bereits fertig gemischte Farbtöne, denn selbst abzutönen ist gar nicht so einfach. Außerdem gibt es genau den Farbton dann zum Nachkaufen, falls nötig.

Fenster und Möbel schützen beim Streichen

Sorgfältige Vorarbeiten wie das Abkleben von Boden, Fenstern, Türzargen und Fußleisten lohnen sich. Die Abschlüsse werden sauber und gerade, die abgeklebten Bauteile müssen nicht hinterher mühsam gereinigt werden. Fehlgeleitete Tropfen sofort mit einem feuchten Lappen wegwischen. Ebenfalls wichtig: Vor dem Streichen noch schlecht zugegipste Bohrlöcher oder andere Macken in der Wand beseitigen. Solche Stellen fallen später auf der frisch gestrichenen Wand besonders ins Auge.

Die optimale Reihenfolge beim Streichen beachten

Soll die Decke ebenfalls einen frischen Anstrich bekommen, wird sie zuerst gemacht. Der Grund: Eventuelle Spritzer verhunzen nicht die neu gestrichenen Wände. Beim Streichen der Decke und hoher Wände benutzt man am besten eine Teleskopverlängerung. Das ist schneller, praktischer und sicherer als die Leiter. Bevor die große Farbrolle zum Einsatz kommt, werden die Wandecken und Ränder gestrichen. Das geht per Flachpinsel oder kleinem Farbroller. Letzterer trägt die Farbe nicht so dick auf wie Pinsel, was spätere Unterschiede in der Deckkraft vermindert.

Die eigenen Wände richtig streichen

Sparsam streichen

Um mit Wandfarbe eine möglichst große Fläche gleichmäßig zu streichen, wird die Farbe im sogenannten Kreuzgang gerollt. Mit der satt getränkten Farbrolle wird die Farbe zuerst senkrecht und dann im Zickzack zu den Seiten hin verteilt. Zuletzt wird wieder durch senkrechtes Rollen ein optimales Streichbild hergestellt. Beim Rollen achtet man auf eine gleichmäßige Schichtdicke, sowohl innerhalb einer Bahn als auch beim Anschluss an die nächste. Beim Auftrag der nächsten Bahn überstreicht man die vorherige um ein paar Zentimeter, solange diese noch nass ist.