Der perfekte Hund für Ihre Familie

Wer den Kauf eines Hundes ernsthaft erwägt, sucht nach dem passenden Tier. Dabei gilt zunächst: Jeder gut erzogene Hund, egal welcher Rasse, kann ein treuer Begleiter der Familie sein. Jeder schlecht erzogene, ängstliche Hund hingegen kann besonders kleinen Kindern gefährlich werden. Nur Hunderassen, die als besonders aggressiv gelten, etwa Dobermann, Bullterrier und Rottweiler, kommen für Familien gar nicht in Frage.

Grundüberlegungen beim Kauf eines Hundes

Ein optimaler Familienhund sollte einige grundsätzliche Eigenschaften mitbringen:

  • Der Jagd- und Wachtrieb sollte nur mäßig vorhanden sein.
  • Gut ist ein ausgeglichener Charakter. Aggressionen dürfen nur minimal bis gar nicht auftreten.
  • Das Bewegungsbedürfnis sollte der Familie angepasst sein: keinen Mops für Dauerläufer und keinen Border Collie für bequeme Couchpotatoes.
  • Im Zweifelsfall richten kleinere Hunde weniger Schaden an als große. Sie fressen auch weniger, die Kosten halten sich in Grenzen, sie sind leichter zu transportieren und hinterlassen nicht so große Haufen.

Um Enttäuschungen zu vermeiden, sollte man vor dem Kauf um die Eigenschaften von bestimmten Hunden wissen. Zu den wichtigen Merkmalen zählen der Jagd- und Hetztrieb, der Schutz- und Wachtrieb, das Bewegungsbedürfnis und die Erziehbarkeit.

Rassehunde sind besser einzuschätzen

Bei einem Rassehund sind die Eigenschaften im Voraus zu 95 Prozent festgelegt, die Eltern und deren Vorfahren sind in einer Ahnentafel aufgelistet und die Hunde sind gesund und gut gepflegt. Rassehunde kauft man bei anerkannten Züchtern. Bei Mischlingen ist die charakterliche Bewertung erst später möglich, wenn die Tiere ausgewachsen sind. Alternativ ist natürlich auch die Anschaffung eines älteren Tieres aus dem Tierheim möglich.

Hütehund für die Familie

Für eine sportliche Familie, die gerne draußen ist, mit dem Rad fährt oder wandert, kommen auch Hunde in Frage, die ein großes Bewegungsbedürfnis haben. Dazu zählen Australian Shepherd, Collies, Bobtails, Corgis, Appenzellerund Berner Sennenhund. Diese Hüte-, Treib- und Hirtenhunde sind aber keine klassichen Familienhunde. Ihr Antrieb, alle „Herdenmitglieder“ zusammenzuhalten und permanent um die Gruppe zu kreisen, könnte auf Dauer nerven. Auf der anderen Seite beschützen gerade diese Hunde auch die kleinsten Familienmitglieder und geben sofort Meldung, wenn etwas nicht stimmt.

Wachhunde brauchen Führung

Doggenartige Hunde, Pinscher und Schnautzer gehören ebenfalls nicht zu den typischen Familienhunden. Sie gelten aber als gute Wachhunde. Wer Tieren wie der Deutschen Dogge, dem Deutschen Boxer, dem großen Neufundländer, dem kleinen Pinscher und dem Schnauzer viel Auslauf gibt, sich mit ihnen beschäftigt und sie konsequent erzieht, hat viel Freude mit ihnen. Für Familien sind die Hunde nur dann geeignet, wenn sie genau wissen, an welchem Platz sie in der Rangordnung stehen.

Sensible Erdhunde

Terrier und Dackel gehören zu den Erdhunden. Dies sind immer kleine, mutige und sehr selbstbewusste Gesellen. Sie buddeln überall und schauen in jedes Loch im Boden. Im Garten richten sie mit ihrem Hang zum Buddeln gerne Chaos an. Für Familien mit ganz kleinen Kindern sind diese Hunde nicht geeignet, denn sie zeigen sehr deutlich ihre Abneigung gegen ungeschickte Kinderhände. Auch die Eigenwilligkeit kann bei wenig konsequenter Erziehung zum Problem werden. Ansonsten sind sie durchaus gute Familienhunde mit einem freundlichen, lieben Charakter und einer ansteckenden Neugierde.

Jagdhunde spielen gerne

Beliebte Hunderassen wie Labradore und Golden Retriever gehören zu den Jagdhunden, genauso wie Cocker Spaniel und Beagles. Jagdhunde sind Stöber-, Lauf- und Spurenhunde. Sie sind sehr ausdauernd, laufen über lange

Strecken und ihre Lieblingsbeschäftigung ist das Wittern von Spuren und das Apportieren. Als Familienhunde eignen sich diese Rassen, wenn die Tiere als Welpen gut erzogen wurden. Ausgewachsene Hunde brauchen viel Bewegung. Mit kleinen Kindern sind Jagdhunde leider etwas ungeduldig und zeigen Grenzen der Belastbarkeit.

Für ältere Kinder ist diese Hundegruppe aber ideal, wenn Ballspielen zu den Lieblingssportarten zählt.

Spitz passt auf

Spitze gehören zu den ältesten Hunderassen. Sie sind sehr selbstständig und binden sich doch an ihre Menschen. Früher zogen sie Schlitten und Karren, waren Jagdhelfer und Wächter. Als Familienhunde eignen sie sich aufgrund ihres ausgeglichenen und freundlichen Wesens. Nur das ständige Bellen sollte man ihnen direkt als Welpen abgewöhnen.

Ruhige Begleiter

Früher waren die sogenannten Gesellschafts- und Begleithunde wie Pudel, Chihuahua oder Mops ihren Besitzern Ansprechpartner, Seelentröster und Wärmekissen. Vor allem feine Damen aus dem Adel waren ohne sie kaum anzutreffen. Als Zuchtziele der Begleithunde gelten Sozialverträglichkeit und hübsches Aussehen. Daher sind alle Hunde dieser Gruppe exzellente Familienhunde. Sie passen sich an und sind ruhig, anspruchslos und gut in Wohnungen zu halten. Jeder muss sich kümmern Egal, welcher Hund nun in die Familie einzieht, allen muss

klar sein, dass ein Hund kein Spielzeug ist. Er hat viele Bedürfnisse, kostet Geld und lebt lange. Also muss geklärt sein, wer sich um den Familienzuwachs kümmert. Kleine Kinder können zwar lernen, wie man behutsam und respektvoll mit Lebewesen umgeht, doch es ist zu früh, um für ein Tier die Verantwortung zu tragen. Das Schöne an einer Familie ist aber, dass niemand allein ist und sich alle helfen können.