Der Hamster – Verhalten und die richtige Haltung

Die Hamster (Cricetinae) gehören zu den Wühlern unter den Nagetieren. In den Tierhandlungen finden Sie die beliebten Goldhamster, aber auch die kleineren Zwerg- und Streifenhamster. Ihr ursprünglicher Lebensraum ist die trockene Steppe und wüstenähnliche Gebiete. Als Einzelgänger leben sie grundsätzlich allein.

Schlafverhalten von Hamster

Aus der Anpassung an die heiße Heimat hat sich beim Hamster ein ungewöhnlicher Schlaf-wach-Rhythmus entwickelt: Erst bei Einbruch der Dämmerung werden die Hamster aktiv. In der Nacht suchen Hamster nach Nahrung, am Tag wird sich ausgeruht. Gerade für kleine Kinder sind Hamster damit eher ungünstige Hausfreunde.

Ausnahmen bilden hier einige Zwerghamster-Arten, denn diese zeigen sich auch hin und wieder über Tag außerhalb ihrerSchlafhöhle. Allerdings eignen sich Zwerghamster aufgrund ihrer quirligen und hektischen Art noch weniger für ein kleines Kind als ein Goldhamster. Gerade bei jüngeren Kindern, die früh ins Bett müssen, ist die Enttäuschung groß, wenn man den vierbeinigen Freund kaum zu Gesicht bekommt. Eltern sollten bedenken, dass beim Kind ein Mindestalter von ca. 10 Jahren die absolute Untergrenze darstellt, bevor überhaupt an einen Hamsterkauf gedacht werden kann.

Die richtige Haltung von Hamster

Bei der Unterbringung der Hamster ist ein geschützter Raum mit einer Mindesttemperatur von 15°C notwendig: Über Tag sollte es dort möglichst ruhig sein, dafür darf es abends gern ein wenig lebendiger werden. Somit scheiden das Kinderzimmer und die Spielecke aus.

Das Nagerheim selbst kann entweder ein Glasaquarium bzw. Terrarium sein oder ein Käfig mit Gitterverstrebungen. Denken Sie an die Neigung der Hamster zum Wühlen und Buddeln: Eine geschlossene Seitenhöhe von mindestens 20 Zentimetern ist sehr sinnvoll, sonst landet Streu und Heu außerhalb des Käfigs.

Der Hamster – Verhalten und die richtige Haltung

Neben genug Einstreu zum Buddeln benötigt ein Hamster ein Schlafhäuschen, eine Schale mit feinem Sand (zur Fellpflege), einenFutternapf und eineTrinkröhre mit Wasser. Äste zum Klettern, Leitern und weitere Ebenen im Käfig machen das Hamsterleben interessant, genau wie ein Hamsterrad für Bewegung sorgt.

Notreserven in der Höhle

Die Hamster brauchen nur wenig Nahrung: Getreidekörner, Gräsersamen, Obst, Gemüse und frische Kräuter halten Hamster gesund. Neben der täglichenNahrung kann der Hamster als Leckerchen auch tierisches Eiweiß vertragen. Das kann ein winziges Stückchen Hartkäse sein, ein halber Teelöffel Hüttenkäse oder Quark, aber auch ein paar Mehlwürmer aus dem Zoohandel.

Und noch etwas: Hamster tragen sämtliche Nahrung in ihre Schlafhöhlen. Schauen Sie öfter nach, ob der Proviant nicht schimmelt und verdirbt, sonst werden die munteren Kerlchen krank.