Das kleine Einmaleins der Katzenerziehung

Nahezu jeder Katzenbesitzer wird bestätigen können, dass Katzen ihren eigenen Kopf haben und äußerst eigenständige Tiere sind. Dementsprechend schwierig gestaltet sich die Erziehung der heimischen Stubentiger: Im Gegensatz zu Hunden ordnen Sie sich ihrem Besitzer nicht unter, sondern scheinen vielmehr selbst die Entscheidung zu treffen, welche Erziehungsmaßnahmen sie annehmen. Trotzdem ist die Erziehung einer Katze kein hoffnungsloses Unterfangen. Was in diesem Zusammenhang genau beachtet werden sollte, erfahren Sie hier.

Zwei Faktoren spielen bei der Katzenerziehung eine wichtige Rolle

Eines steht fest: Die Erziehung einer Katze ist wesentlich anspruchsvoller und zeitaufwändiger als die eines Hundes. Aber dennoch können Sie Ihrem Stubentiger ein paar wichtige Grundregeln des Zusammenlebens beibringen. Entscheidend für den Erfolg sind dabei vor allem zwei Faktoren: Zum einen, dass Sie behutsam vorgehen und zum anderen das Alter des Tieres.

Somit braucht es vor allem viel Geduld, um einer Katze das gewünschte Verhalten anzuerziehen. Wird sie dagegen unter Druck gesetzt oder bestraft, wird sie sich den erzieherischen Maßnahmen verweigern und das gewünschte Verhalten garantiert nicht an den Tag legen. Zudem sollte der Grundstein der Erziehung gelegt werden, wenn das Tier noch jung ist. Ihre natürliche Neugier und ihr ausgeprägter Spieltrieb machen es in diesem Alter leichter, sie spielerisch an die Erziehung heranzuführen. Ähnlich wie beim Hund haben dabei kleine Belohnungen einen sehr positiven Effekt auf die Katzenerziehung.

KATZENERZIEHUNG – DIE DREI WICHTIGSTEN GRUNDREGELN

1. Benutzung der Katzentoilette – der erste Punkt der Katzenerziehung

Die Benutzung des Katzenklos bildet den Ausgangspunkt der Katzenerziehung. Dabei hat es sich bewährt, die Katze nach der Ankunft in ihrem neuen Zuhause für einen kurzen Moment in ihr Katzenklo zu setzen und sie ein wenig darin Scharren zu lassen. Wenn Sie dann später den Eindruck haben, dass Ihr Stubentiger tatsächlich auf die Toilette muss, nehmen Sie ihn einfach hoch und setzen ihn behutsam hinein. So wird er sich mit der Zeit merken, welchen Zweck die Toilette erfüllen soll und diese künftig selbstständig benutzen. Damit dies aber möglichst ohne Zwischenfälle funktioniert, müssen ein paar Grundvoraussetzungen erfüllt sein: Einmal sollten Sie für die Katzentoilette eine feine, nicht duftende Streu verwenden und immer darauf achten, dass diese möglichst einmal pro Tag gesäubert wird. Falls Sie mehrere Stubentiger zusammen halten, empfiehlt es sich, mindestens eine Toilette mehr aufzustellen, als Katzen im Haus sind. Zudem ist es wichtig, dass die Toiletten nicht zu eng zusammen stehen und nach Möglichkeit räumlich voneinander getrennt sind.

Das kleine Einmaleins der Katzenerziehung

2. Katzen vom Esstisch fernhalten

Wenn Sie verhindern möchten, dass Ihre Katze auf den Esstisch springt, sollten Sie ihr dieses Verhalten möglichst noch im Kätzchenalter abgewöhnen. Dabei ist es wichtig, dass Sie von Anfang an konsequent durchgreifen, aber dennoch Ihren Stubentiger bei Zuwiderhandlung nicht bestrafen. Denn Maßnahmen wie eine Wasserpistole erzeugen keinen Lerneffekt bei den Tieren, sondern sorgen eher für Angst und Misstrauen. Springt die Katze verbotenerweise auf den Tisch, ist es wesentlich sinnvoller, sie sanft von der Tischplatte zu drängen und dieser Aktion ein deutliches „Nein!“ folgen zu lassen. Weiterhin können Sie auch einfach einen Stuhl für sie an den Tisch stellen, auf dem sie während des Essens sitzen darf. Wenn Sie dem Tier dann noch regelmäßig kleine Belohnungen geben, wird Ihre Katze schnell vergegenwärtigen, dass sich das Sitzen auf dem Stuhl für sie lohnt und sie folglich gar nicht auf den Esstisch klettern muss.

3. Wie Sie Ihrer Katze das Kratzen und Beißen abgewöhnen

Besonders Kratzen und Beißen zählen zu den nicht tolerierbaren Verhaltensweisen bei Katzen. Legen die Tiere ein solches Verhalten an den Tag, ist dies häufig in einer falschen Erziehung während der Kindheit begründet. Aus diesem Grund sollten Sie mit einem jungen Kätzchen niemals zu grob spielen und auch bei erwachsenen Katzen auf „Kampfspiele“ verzichten. Daneben ist es ratsam, nur Katzenspielzeuge (z.B. Spielangeln) zu benutzen, bei denen Ihre Hände nicht in die Reichweite der Katze gelangen.