Christbaum entsorgen - Wohin mit dem Weihnachtsbaum?

Nach Silvester beginnt für viele eine große Aufräumaktion. Millionen von Weihnachtsbäumen müssen, wie jedes Jahr, fachgerecht entsorgt werden. Wir zeigen Ihnen welche sinnvollen Möglichkeiten es für den ausgedienten Christbaum gibt.

Achten Sie auf den Weihnachtsbaumabholtermin der örtlichen Müllabfuhr

Viele Kommunen bieten Ihren Bürgern einen speziellen Abholtermin für Weihnachtsbäume an. Der Termin wird öffentlich bekanntgegeben und kann im jeweiligen Bürgerbüro erfragt werden. Wenige Tage vor der Abholung bilden sich am Straßenrand die ersten Tannenbaumhaufen. Verpassen Sie diesen Termin nicht, denn es ist die bequemste und einfachste Art der Entsorgung.

Möchten Sie ihren Tannenbaum in die Biotonne geben, ist das mit sehr viel Mühe verbunden. Mit einer starken Astschere schneiden Sie die Seitentriebe in kleine Stücke. Für den Stumpf brauchen Sie eine gute Gartensäge. Arbeitshandschuhe nicht vergessen, denn am Stammholz gibt es v.a. bei Fichten und Blaufichten harzige und klebrige Stellen.

Weihnachtsbaum als Brennholz nutzen

Für Kaminofenbetreiber kann der Weihnachtsbaum als Brennholz genutzt werden. In ofengerechte Stücke zersägt, muss das Holz aber noch viele Wochen trocken lagern. Der Restfeuchtegehalt sollte bei Kaminholz unter 20% liegen. Je niedriger desto besser. Feuchtes Holz qualmt und verrußt den Ofen.

Bei einigen Gemeinden, Vereinen oder Landwirten wird der Baum auch gerne als Brennholz für saisonale Ereignisse verwertet. Oster-, Sonnenwend- oder Pfadfinderlagerfeuer sind nur einige Beispiele, bei denen Brennholz in Mengen gebraucht wird.

Christbaum entsorgen - Wohin mit dem Weihnachtsbaum?

Ausgediente Weihnachtsbäume spenden oder zu Geld machen

Eine sinnvolle Art der Entsorgung ist die Abgabe der Tannenbäume bei Tierparks, Pferdehaltern oder dem örtlichem Förster. Für viele Tiere sind die Nadeln ein willkommende Abwechslung. Fragen Sie einfach mal nach, ob Sie Ihren Baum dort als Spende abgeben können. Wildtiere nagen gerne an den Ästen, denn normalerweise sind die jungen Tannenbäume eingezäunt oder mit Manschetten oder Spiralen vor Wildfraß sicher geschützt.

Egal auf welche Weise Sie Ihren Christbaum einer sinnvollen Verwertung zuführen, befreien Sie den Baum von allen Dekoraktionsmaterial, insbesondere von Lamettaschmuck. Die dünnen Metallstreifen können bleihaltig sein, gehören somit nicht in die Umwelt, Kompostanlage oder in die Verbrennung.

Einige Unternehmen nutzen die Tannenbaumentsorgungsaktion als Kundenbindungsinstrument. Mit der Abgabe des Weihnachtsbaumes erhält der Kunde einen Einkaufsgutschein. Diese Form der Tannenbaumverwertung wird in der Presse werbewirksam angekündigt.

Weihnachtsbäume im Garten verwerten

Wenn Sie einen Garten oder Balkon besitzen, sind die Tannenzweige immer noch als Schneeabdeckung und Frostschutzauflage nutzbar. Rhododendren brauchen übrigens einen sehr sauren Boden. Tannennadeln oder Tannenbaumhäcksel eignen sich daher ideal für eine Bodenverbesserung.

Außerdem haben Sie die Möglichkeit Ihren Tannenbaum wieder einzupflanzen und sparen sich somit den Kauf im nächsten Jahr. Am besten funktioniert es, wenn der Baum gute Wurzeln hat, achten Sie also darauf, dass die Wurzeln des Baumes nicht beschädigt sind und schützen Sie sie am Anfang zum Beispiel mit Mulch. Am besten ist es auch, wenn Sie den Baum nicht abrupt in die Kälte stellen, sondern ihn von einem warmen Raum erst mal in den Flur oder Keller stellen, wo er sich an die Kälte gewöhnen kann. Vergessen Sie danach nicht die Tanne regelmäßig zu gießen. Obwohl sich ein heller Ort für Tannen gut eignet, sollten Sie im Frühjahr darauf achten, dass die Tannen nicht von Kahlfrost betroffen werden.