Brennholz richtig spalten – Mit Spaltaxt und Spalthammer

Für Kaminbesitzer heißt es in diesem Herbst wieder: Brennholz spalten und einlagern. Für diese Zwecke eignen sich am besten eine Spaltaxt oder ein Spalthammer. Wir erklären Ihnen, wofür beide Werkzeuge eingesetzt werden, worin sie sich unterscheiden und für welche Art von Feuerholz beide Äxte jeweils am besten geeignet sind.

Richtig Holz spalten mit Axt oder Spalter

Spaltaxt und Spalthammer – Gemeinsamkeiten und kleine Unterschiede

In Bezug auf ihre Funktion unterscheiden sich ein Holzspalthammer und eine Spaltaxt (auch Spaltbeil genannt) kaum voneinander: Beide Äxte werden primär dazu eingesetzt, bereits auf Stückholzlänge zugeschnittenes Brennholz auf die Größe von handlichen Holzscheiten zu bringen. Dies bietet vor allem den Vorteil, dass das Brennholz nach dem Einschlag schneller trocknen und somit bereits im kommenden Winter im Holzofen oder Kamin verfeuert werden kann. Wird das frisch geschlagene Holz dagegen ungespalten gelagert, droht Fäulnisbefall, wodurch sich in der Folge sein Brennwert deutlich verringern kann.

Abgesehen von der Funktion schlagen sich die Unterschiede zwischen Holzspaltaxt und Spalthammer wesentlich deutlicher in ihrem jeweiligen Gewicht, ihrer Größe und in Bezug auf das zu bearbeitende Brennholz nieder.

Brennholz Scheite richtig spalten mit der Axt

Die Spaltaxt – Prädestiniert zum Spalten kleinerer bis mittelgroßer Holzstücke

Grundlegend unterscheiden sich Spaltäxte durch ihr geringeres Gesamtgewicht, ihre etwas kürzere Stiellänge und durch ihre charakteristische Kopfform von Spalthämmern: So weisen sie in der Regel ein Gesamtgewicht von bis zu 2,5 Kilogramm auf, wovon zwischen einem und zwei Kilogramm allein auf den Axtkopf mit seinen angeschmiedeten Keilen entfallen.

Auch ihre Stiellänge fällt etwas kleiner als bei ihrem „großen Bruder“ aus: Dabei variiert die Länge der zumeist aus Eschenholz oder glasfaserverstärktem Kunststoff gefertigten Stiele der Spaltaxt zwischen Werten von 50 bis 80 Zentimetern. Bedingt durch ihr Gewicht und ihre Größe eignen sich diese Äxte somit besonders gut für das Spalten kleiner bis mittelgroßer Stücke Brennholz. Durch ihren keilförmigen Axtkopf kann das Holz besser und mit einem geringeren Kraftaufwand auseinander getrieben werden, als es mit einer „normalen“ Universalaxt der Fall wäre. Dadurch genügt oft schon ein einziger kräftiger und gezielter Schlag, um das Brennholz sauber spalten zu können.

Brennholz richtig spalten - Mit Spaltaxt und Spalthammer

Richtig Holz spalten mit dem Spalter

Der Spalthammer – Der „große Bruder“ der Spaltaxt

Spalthämmer unterscheiden sich durch ihr höheres Gesamtgewicht und ihre größere Stiellänge von Spaltäxten. Sie sind in ihrer Handhabung eher mit einem Vorschlaghammer zu vergleichen, auch weil ihr Werkzeugkopf in der Regel mit einem Gewicht von über 3 Kilogramm zu Buche schlägt. Aus diesem Grund kann mit einem Holzspalthammer deutlich mehr Schlagenergie entwickelt werden, wodurch auch harte und schwere Brennholzstücke kraftsparend gespalten werden können.

Dazu trägt auch ihr längerer Stiel mit einer Gesamtlänge von 900 mm bei. Ähnlich wie bei Spaltäxten besteht er oftmals aus Eschenholz. Bei einigen Modellen kommen für den Stiel auch Kunstoffe zum Einsatz, die mit Glasfaser zusätzlich verstärkt werden. Durch sie wird zwar das Gesamtgewicht des Spalthammers deutlich reduziert, allerdings neigen Spalthämmer mit Kunststoffstiel beim Holzspalten dazu, die Schläge nicht wirklich abzufedern, wodurch die Schlagenergie über den Stiel an den Anwender weitergegeben wird. Dies kann bei häufiger Nutzung zu Gelenkbeschwerden führen. Darüber hinaus lässt ein leichter Kunststoffstiel das Werkzeug kopflastiger werden und führt dazu, dass insgesamt mehr Energie beim Spalten aufgewendet werden muss.

Im Gegensatz zur Spaltaxt ist ein Holzspalthammer zumeist an der Unterseite der Schneide mit einer Wendenase ausgestattet, durch welche selbst schwere Holzblöcke leicht aufgerichtet und herangezogen werden können. Häufig unterscheiden sich Spalthämmer von Spaltäxten auch durch die Form ihres Werkzeugkopfes: Durch seine charakteristische Hammerform, kann der Spalthammer beispielsweise auch für das Einschlagen von Pfählen verwendet werden.