Bodenvorbereitung für die Anbausaison im Frühling

Vorliegenden Zustand des Bodens ermitteln

Bevor es im Frühjahr daran geht, den Boden auf den Gemüseanbau vorzubereiten, sollten Sie sich zunächst ein Bild über seinen derzeitigen Zustand machen. Besonders bei häufig für den Gemüseanbau genutzten Böden kann es der Fall sein, dass diese mit der Zeit einen zu niedrigen Nährstoffgehalt aufweisen. Auch der pH-Wert der Erde hat einen entscheidenden Einfluss auf den Ertrag bei der späteren Ernte. Dieser sollte optimalerweise bei einem Wert zwischen 6 und 7 liegen.

Bodentest gibt Aufschluss über pH-Wert und Nährstoffgehalt

Wenn Sie sich ein genaues Bild darüber machen möchten, wie es genau um die Qualität Ihres Gartenbodens bestellt ist, ist die Durchführung eines Bodentests empfehlenswert. In dessen Rahmen können Sie mehrere Bodenproben aus Ihrem Nutzgarten in Bezug auf den vorliegenden pH-Wert und den Nährstoffgehalt untersuchen lassen und daraus wertvolle Erkenntnisse für die Bodenoptimierung ableiten.Wie genau Sie eine Bodenprobe für einen Bodentest entnehmen, erfahren Sie hier.

Grundreinigung der Gemüsebeete durchführen

Bei der eigentlichen Bodenvorbereitung im Frühjahr besteht die erste Aufgabe darin, die Gemüsebeete nach dem Winter von alten Wurzeln, Pflanzenresten und Steinen zu befreien. Wichtig ist zudem, dass sie auch vollständig von Unkräutern befreit werden. Werden diese nicht entfernt, beanspruchen sie wichtige Nährstoffe und Feuchtigkeit für sich, welche eigentlich von den später angebauten Gemüsepflanzen dringend benötigt werden.

Boden im Nutzgarten umgraben

Ist die Grundreinigung der Beete abgeschlossen, sollte der Boden vor dem eigentlichen Aussäen der Gemüsesaat aufgelockert werden. Diese Vorgehensweise empfiehlt sich besonders bei harten und stark lehmhaltigen Böden, welche eine schlechte Wasserdurchlässigkeit aufweisen und dadurch das Wachstum der jungen Gemüsepflanzen deutlich hemmen können. Für das Auflockern des Erdreichs verwenden Sie am besten eine Gartengabel oder einen Spaten, wobei die Stichtiefe etwa eine Spatentiefe betragen sollte. Ist das Erdreich vollständig aufgelockert, zerkleinern Sie daraufhin die noch grobe Oberfläche der Erde mit einer Gartengabel und harken diese anschließend glatt.

Boden mit Kompost anreichern

Gemüsepflanzen gedeihen besonders gut, wenn sie in einem besonders nährstoffreichen Boden gepflanzt werden. Somit ist es empfehlenswert, Kompost aus reinen Garten- und Küchenabfällen vor der Aussaat in das Gemüsebeet mit einzubringen. Vor dem Einbringen ins Beet sollte dieser allerdings gut durchgesiebt werden, damit sichergestellt wird, das tatsächlich nur wirklich zersetzte Kompostbestanteile zum Einsatz kommen. Die im Sieb zurückgebliebenen Rückstände können zur weiteren Verrottung wieder auf den Komposthaufen zurückgegeben werden. Sollten Sie über keinen eigenen Kompost verfügen, können Sie auch auf nährstoffreiche Blumenerde zurückgreifen, um den Boden mit Nährstoffen anzureichern. Weiter eigenen sich auch Hornspäne hervorragend dazu, den Nährstoffgehalt des Bodens zu erhöhen. Diese werden einfach um die eingesetzten Gemüsepflanzen herum gestreut und anschließend leicht in den Boden eingeharkt.

GegebenenfallsDünger ausbringen

Da gerade ältere Bodenbestände nach intensiver Nutzung häufig einen niedrigen Nährstoffgehalt aufweisen, können auch spezielle Dünger für Gemüsegärten ein probates Mittel sein, die Erde mit Nährstoffen anzureichern. Vorher ist es allerdings empfehlenswert, sich mittels des bereits erwähnten Bodentest ein genaues Bild über den derzeitigen Zustand des Nutzgartenbodens zu verschaffen. So kann sichergestellt werden, welche Nähstoffe und Spurenelemente in zu niedriger Konzentration im Erdreich enthalten sind und mittels Düngung in den Boden eingebracht werden sollten.